Samstag, 14. Oktober 2017

Dôjô Hôben-an


Hôben-an bedeutet übersetzt etwa „Klause der Geschicklichkeit“ oder „Einsiedelei der Geschickten Mittel“.
Der Begriff „Hôben“ (japanisch, der Sanskrit-Begriff ist „Upaya“) ist nicht nur der Titel des zweiten Kapitels des Lotos-Sutras, eines der bedeutendsten Sutras des Mahayana-Buddhismus, sondern er bedeutet auch das Wirken des Buddha in nicht ganz so offensichtlicher Form: Nicht (nur) durch Belehrungen und Anleitungen, sondern auch durch Gleichnisse, Beispiele und Metaphern, zuweilen unterschwellig oder gar verdeckt.
An“ wird in Japan eine Einsiedelei oder Klause, oder auch ein kleiner Tempel genannt, wobei der Name meist unverändert bestehen bleibt, auch wenn aus der kleinen Klause irgendwann ein großes Kloster wird.
Das „Dôjô“ ist ein Ort der Praxis, manchmal auch schlicht mit „Übungsort“ übersetzt.

Der Hôben-an soll als Ort der buddhistischen Praxis verstanden werden, wobei die Teilnahme an den Veranstaltungen natürlich allen offen steht, unabhängig vom religiösen oder weltanschaulichen Bekenntnis oder der Weltsicht der Interessierten.

Obwohl Zazen in der Form der Sôtô-Tradition geübt wird, gehört der Hôben-an keiner bestimmten buddhistischen Richtung oder Organisation an, sondern ist als Übungsort des Ekayana, des Einen Fahrzeugs, zu verstehen. 


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