Samstag, 29. Dezember 2018

Termine: Dharma-Praxis

(Diese Website / dieser Blog wird monatlich aktualisiert! 
Stand: 31.05.2026)

Hinweis:
Ich wäre dankbar, wenn vor einem Besuch des Hôben-an eine kurze Kontaktaufnahme erfolgt, insbesondere um zu vermeiden, dass man die Anreise vergeblich auf sich nimmt - ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es mies ist, vor verschlossenen Türen zu stehen. Auch wer noch gar keine Erfahrungen mit Zazen gemacht hat, ist herzlich willkommen! Einfach Bescheid geben, vor dem regulären Zazen-Abend gebe ich gern eine individuelle Einführung zum Ablauf, zur Sitzhaltung und zur Meditation. 
Fragen und Anmeldungen einfach via Whats-App- oder Signal-Nachricht, oder per SMS oder E-Mail (siehe unten "Kontakt und Anmeldung" - am besten via WhatsApp, das wird täglich gelesen). Vielen Dank & Gasshô!

Meditation (Zazen)

Grundsätzlich ist jeden zweiten und vierten Dienstag im Monat Zazen-Abend. Es wird buddhistische Sitz- und Gehmeditation in der Art des japanischen Sôtô-Zen ausgeübt und zum Abschluss eine kurze Andacht aus der Zen-Tradition rezitiert.

Buddhistische Andacht (Jôdo Shinshû)

Einmal im Monat, zumeist am vierten Sonntag, findet im Hôben-an am späten Nachmittag eine buddhistische Andacht nach dem Ritus der japanischen Reines Land-Tradition Jôdo Shinshû Nishi Hongwanji-ha statt (Jûnirai-Andacht, auf Japanisch oder Deutsch).

Aktuelle Termine im Hôben-an

09. Juni 2026 - Dienstag: Zazen-Abend
23. Juni 2026 - Dienstag: Zazen-Abend
28. Juni 2026 - Sonntag: Shinshû-Andacht am Nachmittag
14. Juli 2026 - Dienstag: Zazen-Abend
26. Juli 2026 - Sonntag: Shinshû-Andacht am Nachmittag
28. Juli 2026 - Dienstag: Zazen-Abend
11. August 2026 - Dienstag: Zazen-Abend

Buddhistische Termine und Gedenktage im Juni

nicht, dass ich wüsste

Kontakt und Anmeldung

Bei erstmaliger Teilnahme wird um vorherige Kontaktaufnahme und Anmeldung gebeten.
E-Mail: Manpo-Hoshin.Hoben-an@web.de
WhatsApp / Signal: +49 1578 291 89 56 (keine telefonische Erreichbarkeit!)

Anschrift Hôben-an:
Brahmsweg 11

33442 Herzebrock-Clarholz
[Kreis Gütersloh, zwischen Bielefeld und Münster - in Ostwestfalen]

Es besteht auch die Möglichkeit, Mittwoch- oder Donnerstagabend von Clarholz aus zur abendlichen Zen-Meditation in den Butsugenji nach Lippstadt oder in den Daijihi-Dôjô nach Gütersloh mitgenommen zu werden. Bitte auch diesbezüglich vorher kurz anfragen.

Buddhistische Meditation (Zazen)

Übung

Das Zazen im Hôben-an folgt den Anweisungen der Sôtô-Tradition von Eihei Dôgen Zenji in der Linie nach Harada Daisetzu Tangen Rôshi vom Fukuôsan Bukkokuji (Ôbama/Fukui) und Shôshin-Sensei vom Shinkosan Butsugenji.
Wir üben uns im "Nur-Sitzen" mit dem Gesicht zur Wand, wobei Atmung und Haltung den Anker bilden, an dem der im Sturm treibende Geist festzumachen ist.

Zeiten und Ablauf

Jeden zweiten und vierten Dienstag im Monat: abendliche Zazen-Praxis.
Beginn: ca. 18:30 Uhr (auf Anfrage auch etwas später)
ca. 30 Minuten Zazen (Sitzmeditation)
Kinhin (Gehmeditation)
ca. 30 Minuten Zazen (Sitzmeditation)
Rezitationen auf Sino-Japanisch:
- Hannya-Shingyô ("Herz-Sutra"),
- Shari-Raimon (Verehrung des Buddha Shakyamuni) und Widmung,
- Shiguseiganmon ("Die Vier Großen Gelübde")
drei Niederwerfungen.

Zitate:
"Und wenn Du mit offenen Händen einen Schritt zurück trittst, so verstehst du Leben-und-Tod durch und durch. Augenblicklich kannst du blitzen und glänzen und der Welt antworten." (Wanshi Shôgaku Zenji)

"Zazen ist keine Meditationstechnik - es ist das Dharmator großer Zufrieden- und Gelassenheit. Es ist das übende Erweisen des endlosen Dharmaweges. Hier verwirklicht sich das offenbare Geheimnis, es gibt kein Netz mehr, in dem du dich verfangen könntest. Wenn du dir dies zu eigen gemacht hast, bist du wie ein Drache, der zurück ins Wasser taucht, du bist wie ein Tiger, der durch die Berge streift." (Eihei Dôgen Zenji)

"Nur SitZen! 'Ichi-tantê' - ein einziges Tun! Wirf dich in das Haus Buddhas, und alles wird getan von Buddha!" (Harada Tangen Rôdaishi / Butsusan Shôshin Rôshi)

"Weil Leben-und-Tod von höchster Wichtigkeit sind, gehen wir voran um DIES zu verwirklichen. Ohne wählerische Wahl nehmen wir unsere Rolle im Spiel der Großen Zauberin ein, indem wir nur folgen. Dann kann der Mann aus Holz singen und die Frau aus Stein kann tanzen." (Man'po Hôshin)

Buddhistische Andachten

Übung

Im japanischen Buddhismus stehen die Verehrungen der Buddhas Shakyamuni (der historische Buddha Siddharta Gautama) und Amida (Amitabha/Amitayus), sowie der Bodhisattvas Avalokiteshvara (jap. "Kanzeon") und Ksirtigarbha (jap. "Jizô") im Vordergrund.

Bezogen auf Amida Buddha drückt sich das vor allem in der Dankbarkeit für sein "Universelles Gelübde" aus, welches die Rettung aller Wesen verheißt. 
Der japanische Shinbuddhismus gehört zum "Weg des Reinen Landes" und beruft sich insbesondere auf die Lehren in den Drei Sutras des Reinen Landes und deren Auslegung durch Hônen Shonin, Shinran Shonin und Rennyo Shonin. Der zentrale Aspekt ist die Anrufung des Buddha Amida mit dem Nenbutsu - "Namo-Amida-Butsu" oder "Namandabu".

Im Hôben-an halten wir sonntags Andacht im Ritus der Jôdo Shinshû Nishi-Hongwanji-ha und rezitieren insbesondere das "Jûnirai" - "Die Zwölf Verehrungen" des Buddha Amida.

Zeiten und Ablauf

Jeden vierten Sonntag: Buddhistische Shin-Andacht mit Jûnirai-Rezitation.
Beginn: ca. 17:00 Uhr (wer möchte kann vorher Meditation [Zazen] üben)

Ablauf:
- Verehrung und Zufluchtnahme in Pali
- Sambujô - Die Drei Einladungen
- Jûnirai - Die Zwölf Verehrungen
- Tan-Nenbutsu - Kurzes Nenbutsu
- Ekô - Zuwendung der Verdienste
- Belehrung.

Donnerstag, 28. Dezember 2017

Hôben-an - "Klause der Hilfreichen Mittel"

Hôben-an bedeutet übersetzt etwa „Klause der Hilfreichen Mittel“ oder „Einsiedelei der Geschickten Mittel“.
Der Begriff „Hôben“ (japanisch, der Sanskrit-Begriff ist „Upaya“) ist nicht nur der Titel des zweiten Kapitels des Lotos-Sutras, eines der bedeutendsten Sutras des Mahayana-Buddhismus, sondern er bedeutet auch das Wirken des Buddha in nicht ganz so offensichtlicher Form: Nicht (nur) durch Belehrungen und Anleitungen, sondern auch durch Gleichnisse, Beispiele und Metaphern, zuweilen unterschwellig oder gar verdeckt.
An“ wird in Japan eine Einsiedelei oder Klause, oder auch ein kleiner Tempel genannt, wobei der Name meist unverändert bestehen bleibt, auch wenn aus der kleinen Klause irgendwann ein großes Kloster wird.
Das „Dôjô“ ist ein Ort der Praxis, manchmal auch schlicht mit „Übungsort“ übersetzt.

Der Hôben-an versteht sich als Ort der gesamt-buddhistischen Praxis des Ekayana ["das Eine Fahrzeug"]. Die Teilnahme an den Veranstaltungen steht selbstverständlich allen offen, unabhängig vom religiösen oder weltanschaulichen Bekenntnis oder der Weltsicht der Interessierten.

Im Hôben-an wird die buddhistische Meditation, das Zazen, in der Tradition des Sôtô-Zen geübt und die regelmäßigen buddhistische Andachten nach dem Ritus der Jôdo Shinshû Nishi Hongwanji-ha abgehalten. 
Der Leiter des Hôben-an ist Mitglied des Fördervereins Butsugenji e. V. und der BGJ-D (Buddhistische Gemeinschaft Jôdo Shinshû Deutschland e. V.), sowie Einzelmitglied der DBU (Deutsche Buddhistische Union).
Spenden ("Dana"/"Ofuse"), welche bei den Veranstaltungen im Hôben-an hinterlassen werden, werden direkt an die beiden genannten Vereinen weitergeleitet.

Samstag, 14. Oktober 2017

Links

Fotos: Dôjô "Hôben-an"







Die Kaligrafie neben dem Tan (links) ist von Mûho, dem Abt des Antaiji:
"Öffne den Vorhang und du wirst die Berge jenseits des Fensters sehen!"

Zeugnisse vom WEG

Unter dieser Überschrift werden monatlich Fotos eines der vielen buddhistischen Tempel und Klöster präsentiert, welche ich während meiner Pilgerreisen besuchen durfte. Den Fotos wird jeweils ein dazu passender "Spruch des Monats" beigestellt. Fotos und Spruch werden zu Beginn des neuen Monats ausgetauscht. Aktuell sind die Tempelfotos soweit fortgeschritten, dass ich besuchte Tempel und Klöster von meiner Weltreise 2016 posten kann; das sind dann aber so viele buddhistische Stätten gewesen, dass ich, selbst beim Weglassen von denjenigen, die ich nur beiläufig besucht habe, mehrere Jahre brauchen würde, bis sie monatlich alle abgehandelt wären.

Foto(s) und Spruch 06/2026:

Eingang zur Kungfu-City, oberhalb davon liegt auf einem Hügel das eigentlich Kloster

Eingangshalle des Chan-Klosters Songshan Shaolin Si

Der Wächter-Dämon [Nio] schaut auch wie ein Kungfu-Kämpfer drein

Im Innenhof vor der Dharma-Halle

Im Stehlen- und Stupa-Wald ruhen die sterblichen Überrest der Alten Meister

Songshan Shaolin Si (Shaolin-Kloster)
Dengfeng, Henan-Provinz, Volksrepublik China (Weltreise 2016)
(Der Legende nach soll das Kloster im Jahr 496 n. Chr. auf kaiserliches Geheiß gegründet worden sein, der erste Abt war der aus Indien stammende Bhikkhu Batuo. Batuo gründete eine Übersetzungsschule, der später indische Meister wie Ratnamati und Bodhiruci angehörten. Auch der berühmte chinesische Pilgermönch Xuanzang bat den Kaiser darum, sich im Shaolin Kloster niederlassen zu dürfen, musste dann aber in Chang-an (Xian) bleiben.
Um das Jahr 527 soll sich hier auch der indische Mönch Bodhidharma, welcher der erste Chan-Patriarch in China war, niedergelassen und in den Bergen oberhalb des Klosters meditiert und Kungfu geübt haben. Hier übertrug er den Dharma auf den zweiten Patriarchen in China, Huike.
Der Legende nach verbreitete sich von hier aus der Chan-Buddhismus, der später in Korea zum Seon wurde, in Japan zum Zen und in Vietnam zum Thîen. [Tatsächlich wird es wohl mehrere Einflüsse gegeben haben, auch in Chengdu und Dunhuang lassen frühe Chan-Sanghas von Anfang des 6. Jh. nachweisen.
Nachdem der Chan-Buddhismus sich auf ganz China und darüber hinaus ausbreitete, blieb Shaolin Si insbesondere für seine Kampfkunst berühmt, seine Kriegermönche wurden von vielen Kaiserhäusern unterstützt, unter anderem von der Ming-Dynastie. Während der darauffolgenden Qing-Dynastie der Mandschu-Kaiser gerieten viele Äbte und Mönche mit den neuen Herrschern und ihren Repräsentanten aneinander und es kam zur offenen Feindschaft. 
Das Kloster wurde sowohl in den Unruhejahren vor dem chinesischen Bürgerkrieg zerstört (1928) als auch während der Kulturrevolution (1966), aber immer wieder aufgebaut. Mitte des 20. Jh. wurde das Kloster auch im Westen bekannt, durch die TV-Serie "Kungfu" und durch Filme wie "Die 36 Kammern der Shaolin".
Heute ist das Kloster insbesondere Touri-Magnet für Kungfu-Begeisterte, der monastische Orden, der im Kloster ansässig ist, ist ein teil-autonomer Orden innerhalb des chinesischen Han-Buddhismus.)


"Innerhalb des egolosen Dharmas, dem Ego keine Substanz geben;
es gibt weder Fortschritt noch Rückschritt,
weder Wahrheit noch Lüge.
Es gibt einzig ein leuchtendes Wolkenmeer."

Bodhidharma (Bodaidaruma Daiôshô, 6. und 7. Jh. n. Chr.)