Donnerstag, 28. Dezember 2017

Veranstaltungen / Zazen-Termine

Praxistermine

Jeden zweiten und vierten Dienstag im Monat: abendliche Zazen-Praxis.
Beginn: 18:30 Uhr
ca. 30 Minuten Zazen (Sitzmeditation)
Kinhin (Gehmeditation)
ca. 30 Minuten Zazen (Sitzmeditation)
Rezitationen auf Sino-Japanisch:
- Hannya-Shingyô ("Herz-Sutra") und 
- Shariraimon (Verehrung des Buddha Shakyamuni)
drei Niederwerfungen


Aktuelle Termine 2018:

jeweils dienstags: 
14. August,
28. August,
11. September,
25. September (fällt urlaubsbedingt aus)
09. Oktober,
23. Oktober.

Bei erstmaliger Teilnahme bitte vorab via E-Mail oder Whats App-Nachricht anmelden!

Vorher bei Bedarf ab ca. 17:30 Uhr Einführung in Zazen, ansonsten lockere Gesprächsrunde.


Ort
Brahmsweg 11
33442 Herzebrock-Clarholz

Kontakt
E-Mail:               Manpo-Hoshin.Hoben-an@web.de
Whats App:        +49 1578 291 89 56

Es besteht auch die Möglichkeit, zu den abendlichen Zazen-Terminen im Butsugenji (Lippstadt, mittwochs) oder im Daijihi-Dôjô (Gütersloh, donnerstags) mitgenommen zu werden
[bei Interesse bitte anfragen].




Links

Samstag, 14. Oktober 2017

Fotos: Dôjô "Hôben-an"





Die Kaligrafie neben dem Tan (links) ist von Mûho, dem Abt des Antaiji:
"Öffne den Vorhang und du wirst die Berge jenseits des Fensters sehen!"

Dôjô Hôben-an


Hôben-an bedeutet übersetzt etwa „Klause der Geschicklichkeit“ oder „Einsiedelei der Geschickten Mittel“.
Der Begriff „Hôben“ (japanisch, der Sanskrit-Begriff ist „Upaya“) ist nicht nur der Titel des zweiten Kapitels des Lotos-Sutras, eines der bedeutendsten Sutras des Mahayana-Buddhismus, sondern er bedeutet auch das Wirken des Buddha in nicht ganz so offensichtlicher Form: Nicht (nur) durch Belehrungen und Anleitungen, sondern auch durch Gleichnisse, Beispiele und Metaphern, zuweilen unterschwellig oder gar verdeckt.
An“ wird in Japan eine Einsiedelei oder Klause, oder auch ein kleiner Tempel genannt, wobei der Name meist unverändert bestehen bleibt, auch wenn aus der kleinen Klause irgendwann ein großes Kloster wird.
Das „Dôjô“ ist ein Ort der Praxis, manchmal auch schlicht mit „Übungsort“ übersetzt.

Der Hôben-an soll als Ort der buddhistischen Praxis verstanden werden, wobei die Teilnahme an den Veranstaltungen natürlich allen offen steht, unabhängig vom religiösen oder weltanschaulichen Bekenntnis oder der Weltsicht der Interessierten.

Obwohl Zazen in der Form der Sôtô-Tradition geübt wird, gehört der Hôben-an keiner bestimmten buddhistischen Richtung oder Organisation an, sondern ist als Übungsort des Ekayana, des Einen Fahrzeugs, zu verstehen. 


Zeugnisse vom WEG

Unter dieser Überschrift wird monatlich das Foto eines der vielen buddhistischen Tempel und Klöster präsentiert, welche ich während meiner Reisen besuchen durfte. Dem Foto wird jeweils ein dazu passender "Spruch des Monats" beigestellt. Foto und Spruch werden zu Beginn des neuen Monats ausgetauscht werden.

Foto und Spruch 08/2018:



Kyofukusan Kenchôji in Kamakura (Japan 2009)
[Der Kenchôji wurde 1253 gegründet und der eigens dafür aus China eingeladene Zen-Meister Daikaku Zenji (Lanxi Daolong, *1213 in Sichuan, +1278) wurde Gründerabt. Heute ist das Kloster der Haupttempel des Rinzai-Zen-Zweiges Rinzai Shû Kenchôji-ha. Er ist Tempel Nr. 28 des 33er-Kannon-Pilgerweges von Kamakura und auch Tempel Nr. 29, der Ryûhon-in, befindet sich auf dem Klostergelände.]


Der Kriegsgott auf dem Baum

Als Daikaku im Kenchôji lebte, begannen sich die alten Kiefern am herzförmigen See zu neigen. Die Mönche sprachen ihren Lehrer verwundert darauf an. Daikaku sagte: "Der Gott Hachiman ist gekommen. Er tritt auf den Kiefern herum, während er mich zum Dharma befragt. Darum verneigen sich die Bäume."


[aus dem Kamakura-Koan (Shonan Kattoroku)]