Samstag, 29. Dezember 2018

Termine: Dharma-Praxis

Zazen

Jeden zweiten und vierten Dienstag im Monat ist Zazen-Abend.

Shin-Andacht

An jedem vierten Sonntag im Monat findet im Hôben-an am späten Nachmittag eine Jûnirai-Andacht statt.

Aktuelle Termine

09. April - Dienstag: Zazen-Abend
23. April - Dienstag: Zazen-Abend
28. April - Sonntag: Shin-Andacht
14. Mai - Dienstag: Zazen-Abend (fällt aus dienstlichen Gründen aus)
26. Mai - Sonntag: Shin-Andacht
28. Mai - Dienstag: Zazen-Abend


Kontakt und Anmeldung

Bei erstmaliger Teilnahme wird um vorherige Kontaktaufnahme und Anmeldung gebeten.
E-Mail: Manpo-Hoshin.Hoben-an@web.de
WhatsApp: +49 1578 291 89 56 (keine telefonische Erreichbarkeit!)

Anschrift Hôben-an:
Brahmsweg 11

33442 Herzebrock-Clarholz

Es besteht auch die Möglichkeit, Mittwoch- oder Donnerstagabend zum Zazen in den Butsugenji nach Lippstadt oder in den Daijihi-Dôjô nach Gütersloh mitgenommen zu werden. Bitte auch diesbezüglich vorher anfragen.

Zazen

Übung

Das Zazen im Hôben-an folgt den Anweisungen der Sôtô-Tradition von Eihei Dôgen Zenji in der Linie nach Harada Daisetzu Tangen Rôshi vom Fukuôsan Bukkokuji (Ôbama/Fukui) und Shôshin-Sensei vom Shinkosan Butsugenji.
Wir üben uns im "Nur-Sitzen" mit dem Gesicht zur Wand, wobei Atmung und Haltung den Anker bilden, an dem der im Sturm treibende Geist festzumachen ist.

Zeiten und Ablauf

Jeden zweiten und vierten Dienstag im Monat: abendliche Zazen-Praxis.
Beginn: ca. 18:30 Uhr (auf Anfrage auch etwas später)
ca. 30 Minuten Zazen (Sitzmeditation)
Kinhin (Gehmeditation)
ca. 30 Minuten Zazen (Sitzmeditation)
Rezitationen auf Sino-Japanisch:
- Hannya-Shingyô ("Herz-Sutra") und
- Shari-Raimon (Verehrung des Buddha Shakyamuni)
drei Niederwerfungen.

Zitate:

"Und wenn du mit offenen Händen einen Schritt zurücktrittst [alles losläst], so verstehst du Leben-und-Tod durch und durch." (Wanshi Shôgaku Zenji)"

"Den Buddha-Weg zu erforschen bedeutet, sich selbst zu studieren. Sich selbst zu studieren bedeutet, sich selbst zu vergessen." (Eihei Dôgen Zenji)


"Ichi-tante! - Ein einziges Tun!" (Tangen Rôshi / Shôshin Sensei)


"Wirf dich in das Haus von Buddha, und alles wird getan von Buddha!" (Shôshin Sensei)


"Während man in Stille Zazen übt, baut man wenigstens keinen Scheiß!" (Hôshin)

Shin-Buddhismus

Übung

Im Shinbuddhismus stehen die Verehrung des Buddha Amida (Amitabha/Amitayus) und Dankbarkeit für sein Universelles Gelübde im Vordergrund. Der japanische Shinbuddhismus gehört zum "Weg des Reinen Landes" und beruft sich insbesondere auf die Lehren in den Drei Sutras des Reinen Landes und deren Auslegung durch Hônen Shonin, Shinran Shonin und Rennyo Shonin. Der zentrale Aspekt ist die Anrufung des Buddha Amida mit dem Nenbutsu - "Namo-Amida-Butsu" oder "Namandabu".

Im Hôben-an halten wir Andacht im Ritus der Jôdo Shinshû Nishi-Hongwanji-ha und rezitieren insbesondere das "Jûnirai" - "Die Zwölf Verehrungen".

Zeiten und Ablauf

Jeden vierten Sonntag: Shin-Andacht mit Jûnirai-Rezitation.
Beginn: ca. 17:00 Uhr (wer möchte kann vorher Zazen üben)

Ablauf:
- Verehrung und Zufluchtnahme in Pali
- Sambujô - Die Drei Einladungen
- Jûnirai - Die Zwölf Verehrungen
- Tan-Nenbutsu - Kurzes Nenbutsu
- Ekô - Zuwendung der Verdienste
- Belehrung.

Donnerstag, 28. Dezember 2017

Hôben-an - "Klause der Hilfreichen Mittel"

Hôben-an bedeutet übersetzt etwa „Klause der Hilfreichen Mittel“ oder „Einsiedelei der Geschickten Mittel“.
Der Begriff „Hôben“ (japanisch, der Sanskrit-Begriff ist „Upaya“) ist nicht nur der Titel des zweiten Kapitels des Lotos-Sutras, eines der bedeutendsten Sutras des Mahayana-Buddhismus, sondern er bedeutet auch das Wirken des Buddha in nicht ganz so offensichtlicher Form: Nicht (nur) durch Belehrungen und Anleitungen, sondern auch durch Gleichnisse, Beispiele und Metaphern, zuweilen unterschwellig oder gar verdeckt.
An“ wird in Japan eine Einsiedelei oder Klause, oder auch ein kleiner Tempel genannt, wobei der Name meist unverändert bestehen bleibt, auch wenn aus der kleinen Klause irgendwann ein großes Kloster wird.
Das „Dôjô“ ist ein Ort der Praxis, manchmal auch schlicht mit „Übungsort“ übersetzt.

Der Hôben-an versteht sich als Ort der gesamt-buddhistischen Praxis des Ekayana ["das Eine Fahrzeug"]. Die Teilnahme an den Veranstaltungen steht selbstverständlich allen offen, unabhängig vom religiösen oder weltanschaulichen Bekenntnis oder der Weltsicht der Interessierten.

Im Hôben-an wird Zazen in der Tradition des Sôtô-Zen geübt und die Shin-Buddhistische Andachten nach dem Ritus der Jôdo Shinshû Nishi Hongwanji-ha abgehalten. 
Der Leiter des Hôben-an ist Mitglied des Fördervereins Butsugenji e. V. und der BGJ-D (Buddhistische Gemeinschaft Jôdo Shinshû Deutschland e. V.), sowie Einzelmitglied der DBU. Spenden ("Dana"/"Ofuse"), welche bei den Veranstaltungen im Hôben-an hinterlassen werden, werden an die beiden genannten Vereinen weitergeleitet.

Samstag, 14. Oktober 2017

Fotos: Dôjô "Hôben-an"







Die Kaligrafie neben dem Tan (links) ist von Mûho, dem Abt des Antaiji:
"Öffne den Vorhang und du wirst die Berge jenseits des Fensters sehen!"

Links

Zeugnisse vom WEG

Unter dieser Überschrift wird monatlich das Foto eines der vielen buddhistischen Tempel und Klöster präsentiert, welche ich während meiner Reisen besuchen durfte. Dem Foto wird jeweils ein dazu passender "Spruch des Monats" beigestellt. Foto und Spruch werden zu Beginn des neuen Monats ausgetauscht werden.

Foto und Spruch 04/2019:

Zen-Steingarten des Kenninji in Kyoto (Japan 2019)
(Der 1202 von Myôan Eisai Zenji erbaute Kennin-Tempel war der erste Zen-Tempel in Kyoto. Bekanntlich brachte Eisai als erster das Rinzai-Zen nach Japan. 
Hier studierte auch Eihei Dôgen Zenji, der damals noch ein Mönch der Tendai Shû war, erstmals Zazen unter seinem Lehrer Myôzen, dem einzigen legitimen Nachfolger von Eisai. Nach Dôgen Zenji's Rückkehr aus China war dies auch das Kloster, an welchem zum ersten Mal das Zen der Sôtô Shû gelehrt wurde. Das Zen-Kloster war stets starken Anfeindungen der beiden Lager der Tendai Shû ausgeliefert, die auch Feuer legten und den einzigen Zen-Tempel zu zerstören suchten. Der vollständigen Zerstörung entging er 1258 nur knapp und wurde dann von Enni Ben'nen Zenji, der damals Abt des zweiten Rinzai-Zen-Tempels Kyotos, des Tôfukuji war, wieder aufgebaut.
Im 15. Jh. studierte auch Ikkyû Sôjun Zenji am Kenninji.
Der Kenninji ist heute der Haupttempel der Rinzai Shû-Kenninji-ha)


"All die Geschichten und alten Beispiele vermehren nur die Lügen,
Auch das tägliche Verbeugen vor den Oberen,
Und das Protzen mit dem wahren Wissen das über allem auf der Welt steht...
Die Mädchen im Bordell dagegen, sie tragen den Goldbrokat."

Ikkyû Sôjun Zenji 
(aus Ikkyû Sôjun - Der Zen-Mönch "Verrückte Wolke" und seine Zeit von Evgeny S. Steiner)