Samstag, 29. Dezember 2018

Termine: Dharma-Praxis

(Diese Website / dieser Blog wird monatlich aktualisiert! 
Stand: 28.10.2026)

Hinweis:
Ich wäre dankbar, wenn vor einem Besuch des Hôben-an eine kurze Kontaktaufnahme erfolgt, insbesondere um zu vermeiden, dass man die Anreise vergeblich auf sich nimmt - ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es mies ist, vor verschlossenen Türen zu stehen. Auch wer noch gar keine Erfahrungen mit Zazen gemacht hat, ist herzlich willkommen! Einfach Bescheid geben, vor dem regulären Zazen-Abend gebe ich gern eine individuelle Einführung zum Ablauf, zur Sitzhaltung und zur Meditation. 
Fragen und Anmeldungen einfach via Whats-App- oder Signal-Nachricht, oder per SMS oder E-Mail (siehe unten "Kontakt und Anmeldung" - am besten via WhatsApp, das wird täglich gelesen). Vielen Dank & Gasshô!

Meditation (Zazen)

Grundsätzlich ist jeden zweiten und vierten Dienstag im Monat Zazen-Abend. Es wird buddhistische Sitz- und Gehmeditation in der Art des japanischen Sôtô-Zen ausgeübt und zum Abschluss eine kurze Andacht aus der Zen-Tradition rezitiert.

Buddhistische Andacht (Jôdo Shinshû)

Einmal im Monat, zumeist am vierten Sonntag oder nach vorheriger Absprache mit den anderen Teilnehmenden, findet im Hôben-an am späten Nachmittag eine buddhistische Andacht nach dem Ritus der japanischen Reines Land-Tradition Jôdo Shinshû Nishi Hongwanji-ha statt (Jûnirai-Andacht, auf Japanisch oder Deutsch).

Aktuelle Termine im Hôben-an

10. November 2026 - Dienstag: Zazen-Abend
22. November 2026 - Sonntag: Shinshû-Nachmittag
24. November 2026 - Dienstag: Zazen-Abend
08. Dezember 2026 - Dienstag: Zazen-Abend
22. Dezember 2026 - Dienstag: Zazen-Abend
27. Dezember 2026 - Sonntag: Shinshû-Nachmittag
12. Januar 2027 - Dienstag: Zazen-Abend

Buddhistische Termine und Gedenktage im September

28. November - Hôonkô-Fest 2026 im Samposan Ekôji in Düsseldorf

Kontakt und Anmeldung

Insbesondere bei erstmaliger Teilnahme wird um vorherige Kontaktaufnahme und Anmeldung gebeten.
E-Mail: Manpo-Hoshin.Hoben-an@web.de
WhatsApp / Signal: +49 1578 291 89 56 (keine telefonische Erreichbarkeit!)

Es besteht auch die Möglichkeit, Mittwoch- oder Donnerstagabend von Clarholz aus zur abendlichen Zen-Meditation in den Butsugenji nach Lippstadt oder in den Daijihi-Dôjô nach Gütersloh mitgenommen zu werden. Bitte auch diesbezüglich vorher kurz anfragen.

Buddhistische Meditation (Zazen)

Übung

Das Zazen im Hôben-an folgt den Anweisungen der Sôtô-Tradition von Eihei Dôgen Zenji in der Linie nach Harada Daisetzu Tangen Rôshi vom Fukuôsan Bukkokuji (Ôbama/Fukui) und Shôshin-Sensei vom Shinkosan Butsugenji.
Wir üben uns im "Nur-Sitzen" mit dem Gesicht zur Wand, wobei Atmung und Haltung den Anker bilden, an dem der im Sturm treibende Geist festzumachen ist.

Zeiten und Ablauf

Jeden zweiten und vierten Dienstag im Monat: abendliche Zazen-Praxis.
Beginn: ca. 18:30 Uhr (auf Anfrage auch etwas später)
ca. 30 Minuten Zazen (Sitzmeditation)
Kinhin (Gehmeditation)
ca. 30 Minuten Zazen (Sitzmeditation)
Rezitationen auf Sino-Japanisch:
- Hannya-Shingyô ("Herz-Sutra"),
- Shari-Raimon (Verehrung des Buddha Shakyamuni) und Widmung,
- Shiguseiganmon ("Die Vier Großen Gelübde")
drei Niederwerfungen.

Zitate:
"Und wenn Du mit offenen Händen einen Schritt zurück trittst, so verstehst du Leben-und-Tod durch und durch. Augenblicklich kannst du blitzen und glänzen und der Welt antworten." (Wanshi Shôgaku Zenji)

"Zazen ist keine Meditationstechnik - es ist das Dharmator großer Zufrieden- und Gelassenheit. Es ist das übende Erweisen des endlosen Dharmaweges. Hier verwirklicht sich das offenbare Geheimnis, es gibt kein Netz mehr, in dem du dich verfangen könntest. Wenn du dir dies zu eigen gemacht hast, bist du wie ein Drache, der zurück ins Wasser taucht, du bist wie ein Tiger, der durch die Berge streift." (Eihei Dôgen Zenji)

"Nur SitZen! 'Ichi-tantê' - ein einziges Tun! Wirf dich in das Haus Buddhas, und alles wird getan von Buddha!" (Harada Tangen Rôdaishi / Butsusan Shôshin Rôshi)

"Weil Leben-und-Tod von höchster Wichtigkeit sind, gehen wir voran um DIES zu verwirklichen. Ohne wählerische Wahl nehmen wir unsere Rolle im Spiel der Großen Zauberin ein, indem wir nur folgen. Dann kann der Mann aus Holz singen und die Frau aus Stein kann tanzen." (Man'po Hôshin)

Buddhistische Andachten

Übung

Im japanischen Buddhismus stehen die Verehrungen der Buddhas Shakyamuni (der historische Buddha Siddharta Gautama) und Amida (Amitabha/Amitayus), sowie der Bodhisattvas Avalokiteshvara (jap. "Kanzeon") und Ksirtigarbha (jap. "Jizô") im Vordergrund.

Bezogen auf Amida Buddha drückt sich das vor allem in der Dankbarkeit für sein "Universelles Gelübde" aus, welches die Rettung aller Wesen verheißt. 
Der japanische Shinbuddhismus gehört zum "Weg des Reinen Landes" und beruft sich insbesondere auf die Lehren in den Drei Sutras des Reinen Landes und deren Auslegung durch Hônen Shonin, Shinran Shonin und Rennyo Shonin. Der zentrale Aspekt ist die Anrufung des Buddha Amida mit dem Nenbutsu - "Namo-Amida-Butsu" oder "Namandabu".

Im Hôben-an halten wir sonntags Andacht im Ritus der Jôdo Shinshû Nishi-Hongwanji-ha und rezitieren insbesondere das "Jûnirai" - "Die Zwölf Verehrungen" des Buddha Amida.

Zeiten und Ablauf

Jeden vierten Sonntag: Buddhistische Shin-Andacht mit Jûnirai-Rezitation.
Beginn: ca. 17:00 Uhr (wer möchte kann vorher Meditation [Zazen] üben)

Ablauf:
- Verehrung und Zufluchtnahme in Pali
- Sambujô - Die Drei Einladungen
- Jûnirai - Die Zwölf Verehrungen
- Tan-Nenbutsu - Kurzes Nenbutsu
- Ekô - Zuwendung der Verdienste
- Belehrung.

Donnerstag, 28. Dezember 2017

Hôben-an - "Klause der Hilfreichen Mittel"

Hôben-an bedeutet übersetzt etwa „Klause der Hilfreichen Mittel“ oder „Einsiedelei der Geschickten Mittel“.
Der Begriff „Hôben“ (japanisch, der Sanskrit-Begriff ist „Upaya“) ist nicht nur der Titel des zweiten Kapitels des Lotos-Sutras, eines der bedeutendsten Sutras des Mahayana-Buddhismus, sondern er bedeutet auch das Wirken des Buddha in nicht ganz so offensichtlicher Form: Nicht (nur) durch Belehrungen und Anleitungen, sondern auch durch Gleichnisse, Beispiele und Metaphern, zuweilen unterschwellig oder gar verdeckt.
„An“ wird in Japan eine Einsiedelei oder Klause, oder auch ein kleiner Tempel genannt, wobei der Name meist unverändert bestehen bleibt, auch wenn aus der kleinen Klause irgendwann ein großes Kloster wird.
Das „Dôjô“ ist ein Ort der Praxis, manchmal auch schlicht mit „Übungsort“ übersetzt.

Der Hôben-an in 33442 Herzebrock-Clarholz versteht sich als Ort der gesamt-buddhistischen Praxis des Ekayana ["das Eine Fahrzeug"]. Die Teilnahme an den Veranstaltungen steht selbstverständlich allen offen, unabhängig vom religiösen oder weltanschaulichen Bekenntnis oder der Weltsicht der Interessierten.

Im Hôben-an wird die buddhistische Meditation, das Zazen, in der Tradition des Sôtô-Zen geübt und die regelmäßigen buddhistische Andachten nach dem Ritus der Jôdo Shinshû Nishi Hongwanji-ha abgehalten. 
Der Leiter des Hôben-an ist Mitglied des Fördervereins Butsugenji e. V. und der BGJ-D (Buddhistische Gemeinschaft Jôdo Shinshû Deutschland e. V.), sowie Einzelmitglied der DBU (Deutsche Buddhistische Union).
Spenden ("Dana"/"Ofuse"), welche bei den Veranstaltungen im Hôben-an hinterlassen werden, werden direkt an die beiden genannten Vereinen weitergeleitet.

Samstag, 14. Oktober 2017

Links

Fotos: Dôjô "Hôben-an"







Die Kaligrafie neben dem Tan (links) ist von Mûho, dem Abt des Antaiji:
"Öffne den Vorhang und du wirst die Berge jenseits des Fensters sehen!"

Zeugnisse vom WEG

Unter dieser Überschrift werden monatlich Fotos eines der vielen buddhistischen Tempel und Klöster präsentiert, welche ich während meiner Pilgerreisen besuchen durfte. Den Fotos wird jeweils ein dazu passender "Spruch des Monats" beigestellt. Fotos und Spruch werden zu Beginn des neuen Monats ausgetauscht. Aktuell sind die Tempelfotos soweit fortgeschritten, dass ich besuchte Tempel und Klöster von meiner Weltreise 2016 posten kann; das sind dann aber so viele buddhistische Stätten gewesen, dass ich, selbst beim Weglassen von denjenigen, die ich nur beiläufig besucht habe, mehrere Jahre brauchen würde, bis sie monatlich alle abgehandelt wären.

Foto(s) und Spruch 11/2026:

Eingangstor zum Gandan Kloster
Blick auf die Haupthalle des Gandan-Klosters

Chenrezig (Avalokiteshvara) - Statue im Gandan-Kloster

Gandantegtschinlen Chiid (Gandan-Kloster)
Ulaanbaatar, Mongolei (Weltreise 2016)
(Das Kloster wurde im Jahr 1727 vom zweiten Jebtsundamba Khutuktu, dem obersten Lama der Mongolei, gegründet. Das Kloster wurde schnell eines der wichtigsten Bildungs- und Studienzentren des tibetischen Buddhismus in der Mongolei und gehört seit jeher zum Gelugpa-Orden (Gelbmützen). Die Hauptstatue ist diejenige des Avalokiteshvara die eine Nachbildung aus dem Gelugpa-Kloster in Beijing ist, die von Zanabazar, dem ersten Jebtsundamba Khutuktu, im Jahr 1683 geschaffen wurde. Während der stalinistischen Religionsverfolgung wurde das Kloster im Jahr 1939 geschlossen aber 1947 mit 57 aktiven Mönchen wiedereröffnet. Es blieb bis 1990 der einzige aktive buddhistische Tempel in der Mongolei. Heute gehören wieder über 200 Mönche dem Kloster an, der Buddhismus ist in der Mongolei wiedererstarkt.)

"Was immer von Bedingungen abhängt, ist leer von eigener Existenz. Welche exzellenten Unterweisungen könnte es geben, die erstaunlicher wären als diese Worte?"


von Je Tsongkhapa (*1357 bis +1419)
[Begründer des Gelugpa-Ordens]