Samstag, 29. Dezember 2018

Termine: Dharma-Praxis

Angesichts der noch immer anhaltenden Corona-Pandemie wäre ich dankbar, wenn vor einem Besuch des Hôben-an eine Kontaktaufnahme erfolgt. Im Hôben-an gelten die sogenannten 2G-Regeln.

Meditation (Zazen)

Jeden zweiten und vierten Dienstag im Monat ist Zazen-Abend. Es wird Sitz- und Gehmeditation in der Art der japanischen Sôtô-Tradition ausgeübt und kurze Rezitationen vollzogen.

Buddhistische Andacht

An jedem vierten Sonntag im Monat findet im Hôben-an am späten Nachmittag eine buddhistische Andacht nach dem Ritus der japanischen Jôdo Shinshû Nishi Hongwanji-ha statt (Jûnirai-Andacht).

Aktuelle Termine

14. Dezember - Dienstag: Buddhistische Meditation
26. Dezember - Sonntag: Buddhistische Andacht
28. Dezember - Dienstag: Buddhistische Meditation
11. Januar - Dienstag: Buddhistische Meditation
23. Januar - Sonntag: Buddhistische Andacht
25. Januar - Dienstag: Buddhistische Meditation
08. Februar - Dienstag: Buddhistische Meditation

Kontakt und Anmeldung

Bei erstmaliger Teilnahme wird um vorherige Kontaktaufnahme und Anmeldung gebeten.
E-Mail: Manpo-Hoshin.Hoben-an@web.de
WhatsApp: +49 1578 291 89 56 (keine telefonische Erreichbarkeit!)

Anschrift Hôben-an:
Brahmsweg 11

33442 Herzebrock-Clarholz
[Kreis Gütersloh, nahe Bielefeld - in Ostwestfalen]

Es besteht auch die Möglichkeit, Mittwoch- oder Donnerstagabend zur buddhistischen Meditation in den Butsugenji nach Lippstadt oder in den Daijihi-Dôjô nach Gütersloh mitgenommen zu werden. Bitte auch diesbezüglich vorher anfragen.

Buddhistische Meditation (Zazen)

Übung

Das Zazen im Hôben-an folgt den Anweisungen der Sôtô-Tradition von Eihei Dôgen Zenji in der Linie nach Harada Daisetzu Tangen Rôshi vom Fukuôsan Bukkokuji (Ôbama/Fukui) und Shôshin-Sensei vom Shinkosan Butsugenji.
Wir üben uns im "Nur-Sitzen" mit dem Gesicht zur Wand, wobei Atmung und Haltung den Anker bilden, an dem der im Sturm treibende Geist festzumachen ist.

Zeiten und Ablauf

Jeden zweiten und vierten Dienstag im Monat: abendliche Zazen-Praxis.
Beginn: ca. 18:30 Uhr (auf Anfrage auch etwas später)
ca. 30 Minuten Zazen (Sitzmeditation)
Kinhin (Gehmeditation)
ca. 30 Minuten Zazen (Sitzmeditation)
Rezitationen auf Sino-Japanisch:
- Hannya-Shingyô ("Herz-Sutra") und
- Shari-Raimon (Verehrung des Buddha Shakyamuni)
drei Niederwerfungen.

Zitate:

"Und wenn du mit offenen Händen einen Schritt zurücktrittst [alles loslässt], so verstehst du Leben-und-Tod durch und durch." (Wanshi Shôgaku Zenji)"

"Den Buddha-Weg zu erforschen bedeutet, sich selbst zu studieren. Sich selbst zu studieren bedeutet, sich selbst zu vergessen." (Eihei Dôgen Zenji)


"Ichi-tante! - Ein einziges Tun!" (Tangen Rôshi / Shôshin Sensei)


"Wirf dich in das Haus von Buddha, und alles wird getan von Buddha!" (Shôshin Sensei)


"Während man in Stille Zazen übt, baut man wenigstens keinen Scheiß!" (Hôshin)

Buddhistische Andachten

Übung

Im japanischen Buddhismus stehen die Verehrungen der Buddhas Shakyamuni (der historische Buddha Siddharta Gautama) und Amida (Amitabha/Amitayus), sowie der Bodhisattvas Avalokiteshvara (jap. "Kanzeon") und Ksirtigarbha (jap. "Jizô") im Vordergrund.

Bezogen auf Amida Buddha drückt sich das vor allem in der Dankbarkeit für sein "Universelles Gelübde" aus, welches die Rettung aller Wesen verheißt. 
Der japanische Shinbuddhismus gehört zum "Weg des Reinen Landes" und beruft sich insbesondere auf die Lehren in den Drei Sutras des Reinen Landes und deren Auslegung durch Hônen Shonin, Shinran Shonin und Rennyo Shonin. Der zentrale Aspekt ist die Anrufung des Buddha Amida mit dem Nenbutsu - "Namo-Amida-Butsu" oder "Namandabu".

Im Hôben-an halten wir sonntags Andacht im Ritus der Jôdo Shinshû Nishi-Hongwanji-ha und rezitieren insbesondere das "Jûnirai" - "Die Zwölf Verehrungen" des Buddha Amida.

Zeiten und Ablauf

Jeden vierten Sonntag: Buddhistische Shin-Andacht mit Jûnirai-Rezitation.
Beginn: ca. 17:00 Uhr (wer möchte kann vorher Meditation [Zazen] üben)

Ablauf:
- Verehrung und Zufluchtnahme in Pali
- Sambujô - Die Drei Einladungen
- Jûnirai - Die Zwölf Verehrungen
- Tan-Nenbutsu - Kurzes Nenbutsu
- Ekô - Zuwendung der Verdienste
- Belehrung.

Donnerstag, 28. Dezember 2017

Hôben-an - "Klause der Hilfreichen Mittel"

Hôben-an bedeutet übersetzt etwa „Klause der Hilfreichen Mittel“ oder „Einsiedelei der Geschickten Mittel“.
Der Begriff „Hôben“ (japanisch, der Sanskrit-Begriff ist „Upaya“) ist nicht nur der Titel des zweiten Kapitels des Lotos-Sutras, eines der bedeutendsten Sutras des Mahayana-Buddhismus, sondern er bedeutet auch das Wirken des Buddha in nicht ganz so offensichtlicher Form: Nicht (nur) durch Belehrungen und Anleitungen, sondern auch durch Gleichnisse, Beispiele und Metaphern, zuweilen unterschwellig oder gar verdeckt.
An“ wird in Japan eine Einsiedelei oder Klause, oder auch ein kleiner Tempel genannt, wobei der Name meist unverändert bestehen bleibt, auch wenn aus der kleinen Klause irgendwann ein großes Kloster wird.
Das „Dôjô“ ist ein Ort der Praxis, manchmal auch schlicht mit „Übungsort“ übersetzt.

Der Hôben-an versteht sich als Ort der gesamt-buddhistischen Praxis des Ekayana ["das Eine Fahrzeug"]. Die Teilnahme an den Veranstaltungen steht selbstverständlich allen offen, unabhängig vom religiösen oder weltanschaulichen Bekenntnis oder der Weltsicht der Interessierten.

Im Hôben-an wird die buddhistische Meditation, das Zazen, in der Tradition des Sôtô-Zen geübt und die regelmäßigen buddhistische Andachten nach dem Ritus der Jôdo Shinshû Nishi Hongwanji-ha abgehalten. 
Der Leiter des Hôben-an ist Mitglied des Fördervereins Butsugenji e. V. und der BGJ-D (Buddhistische Gemeinschaft Jôdo Shinshû Deutschland e. V.), sowie Einzelmitglied der DBU (Deutsche Buddhistische Union).
Spenden ("Dana"/"Ofuse"), welche bei den Veranstaltungen im Hôben-an hinterlassen werden, werden direkt an die beiden genannten Vereinen weitergeleitet.

Samstag, 14. Oktober 2017

Fotos: Dôjô "Hôben-an"







Die Kaligrafie neben dem Tan (links) ist von Mûho, dem Abt des Antaiji:
"Öffne den Vorhang und du wirst die Berge jenseits des Fensters sehen!"

Links

Zeugnisse vom WEG

Unter dieser Überschrift wird monatlich das Foto eines der vielen buddhistischen Tempel und Klöster präsentiert, welche ich während meiner Reisen besuchen durfte. Dem Foto wird jeweils ein dazu passender "Spruch des Monats" beigestellt. Foto und Spruch werden zu Beginn des neuen Monats ausgetauscht werden.

Foto und Spruch 12/2021:





Yudonosan Ryûsuiji Dainichibô
Yamagata (Japan 2013)
(Der andere bekannte Tempel der Shingon Shû am Fuße des Berges Yudono ist ebenfalls bekannt für seinen Mumienmönch, den Ehrwürdigen Shinnyokai Shonin. Tetsumonkai wurde im Dorf Asahi geboren. In seiner Kindheit und Jugend erlebte er viele Hungersnöte und Dürren und kam zu der Überzeugung, dass er den Menschen am meisten helfen könnte, wenn er ein Sokushinbutsu, ein "Buddha im Gegenwärtigen Körper" werden würde. Er wurde Mönch und mehr als 70 Jahre seines Lebens widmete er diesem Ziel. Im Jahr 1783, im Alter von 96 Jahren, ließ er sich von seinen Schülern lebendig begraben. Nach drei Jahren und drei Monaten fanden die Schüler den mumifizierten Leichnam ihres Meisters als sie, seinen Anweisungen folgend, das Grab öffneten. Shinnyokai Shonin's Sokushinbutsu-Mumie wurde dann im Ryûsuiji Dainichibô-Tempel eingeschreint und ist dort nun das Hauptanbetungsobjekt auf dem Hauptaltar - Buddha's Verkörperung im Leib des Shonin.)


"Münzenübersät sind sie alle,
die Pfade des "Herren der Heißquellen".
Weinend beschreite ich sie...

aus Matsuo Bashô's 
Auf Schmalen Pfaden durchs Hinterland
von  Sora