Samstag, 29. Dezember 2018

Termine: Dharma-Praxis

(Diese Website / dieser Blog wird monatlich aktualisiert! 
Stand: 29.03.2025)

Hinweis:
Ich wäre dankbar, wenn vor einem Besuch des Hôben-an eine kurze Kontaktaufnahme erfolgt, auch um zu vermeiden, dass man die Anreise vergeblich auf sich nimmt - ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es mies ist, vor verschlossenen Türen zu stehen. Wer schon mal im Hôben-an praktiziert hat, kann mir einfach eine SMS, E-Mail oder Whats-App-Nachricht schicken. Vielen Dank & Gasshô!

Meditation (Zazen)

Grundsätzlich ist jeden zweiten und vierten Dienstag im Monat Zazen-Abend. Es wird Sitz- und Gehmeditation in der Art des japanischen Sôtô-Zen ausgeübt und anschließend kurze Rezitationen.

Buddhistische Andacht

Einmal im Monat, zumeist am vierten Sonntag, findet im Hôben-an am späten Nachmittag eine buddhistische Andacht nach dem Ritus der japanischen Jôdo Shinshû Nishi Hongwanji-ha statt (Jûnirai-Andacht, Japanisch oder Deutsch).

Aktuelle Termine im Hôben-an

08. April 2025 - Dienstag: Buddhistische Meditation (Zazen-Abend)
22. April 2025 - Dienstag: Buddhistische Meditation (Zazen-Abend)
27. April 2025 - Sonntag: Buddhistische Andacht (Shin-Andacht am Nachmittag)
13. Mai 2025 - Dienstag: Buddhistische Meditation (Zazen-Abend)
24. Mai 2025 - Sonntag: Buddhistische Andacht (Shin-Andacht am Nachmittag)
27. Mai 2025 - Dienstag: Buddhistische Meditation (Zazen-Abend) 
10. Juni 2025 - Dienstag: Buddhistische Meditation (Zazen-Abend) 

Aktuelle buddhistische Termine und Gedenktage

07. April 2025 - Geburtstag von Hônen Shonin
08. April 2025 - Kanbutsu-e / Hanamatsuri / Vesak (Buddha's Geburtstag)
21. Mai 2025 - Gôtan-e (Geburtstag von Shinran Shonin)

Kontakt und Anmeldung

Bei erstmaliger Teilnahme wird um vorherige Kontaktaufnahme und Anmeldung gebeten.
E-Mail: Manpo-Hoshin.Hoben-an@web.de
WhatsApp: +49 1578 291 89 56 (keine telefonische Erreichbarkeit!)

Anschrift Hôben-an:
Brahmsweg 11

33442 Herzebrock-Clarholz
[Kreis Gütersloh, nahe Bielefeld - in Ostwestfalen]

Es besteht auch die Möglichkeit, Mittwoch- oder Donnerstagabend von Clarholz aus zur abendlichen Zen-Meditation in den Butsugenji nach Lippstadt oder in den Daijihi-Dôjô nach Gütersloh mitgenommen zu werden. Bitte auch diesbezüglich vorher kurz anfragen.

Buddhistische Meditation (Zazen)

Übung

Das Zazen im Hôben-an folgt den Anweisungen der Sôtô-Tradition von Eihei Dôgen Zenji in der Linie nach Harada Daisetzu Tangen Rôshi vom Fukuôsan Bukkokuji (Ôbama/Fukui) und Shôshin-Sensei vom Shinkosan Butsugenji.
Wir üben uns im "Nur-Sitzen" mit dem Gesicht zur Wand, wobei Atmung und Haltung den Anker bilden, an dem der im Sturm treibende Geist festzumachen ist.

Zeiten und Ablauf

Jeden zweiten und vierten Dienstag im Monat: abendliche Zazen-Praxis.
Beginn: ca. 18:30 Uhr (auf Anfrage auch etwas später)
ca. 30 Minuten Zazen (Sitzmeditation)
Kinhin (Gehmeditation)
ca. 30 Minuten Zazen (Sitzmeditation)
Rezitationen auf Sino-Japanisch:
- Hannya-Shingyô ("Herz-Sutra"),
- Shari-Raimon (Verehrung des Buddha Shakyamuni) und Widmung,
- Shiguseiganmon ("Die Vier Großen Gelübde")
drei Niederwerfungen.

Zitate:
"Und wenn Du mit offenen Händen einen Schritt zurück trittst, so verstehst du Leben-und-Tod durch und durch. Augenblicklich kannst du blitzen und glänzen und der Welt antworten." (Wanshi Shôgaku Zenji)

"Zazen ist keine Meditationstechnik - es ist das Dharmator großer Zufrieden- und Gelassenheit. Es ist das übende Erweisen des endlosen Dharmaweges. Hier verwirklicht sich das offenbare Geheimnis, es gibt kein Netz mehr, in dem du dich verfangen könntest. Wenn du dir dies zu eigen gemacht hast, bist du wie ein Drache, der zurück ins Wasser taucht, du bist wie ein Tiger, der durch die Berge streift." (Eihei Dôgen Zenji)

"Nur SitZen! 'Ichi-tantê' - ein einziges Tun! Wirf dich in das Haus Buddhas, und alles wird getan von Buddha!" (Harada Tangen Rôdaishi / Butsusan Shôshin Rôshi)

"Weil Leben-und-Tod von höchster Wichtigkeit sind, gehen wir voran um DIES zu verwirklichen. Ohne wählerische Wahl nehmen wir unsere Rolle im Spiel der Großen Zauberin ein, indem wir nur folgen. Dann kann der Mann aus Holz singen und die Frau aus Stein kann tanzen." (Man'po Hôshin)

Buddhistische Andachten

Übung

Im japanischen Buddhismus stehen die Verehrungen der Buddhas Shakyamuni (der historische Buddha Siddharta Gautama) und Amida (Amitabha/Amitayus), sowie der Bodhisattvas Avalokiteshvara (jap. "Kanzeon") und Ksirtigarbha (jap. "Jizô") im Vordergrund.

Bezogen auf Amida Buddha drückt sich das vor allem in der Dankbarkeit für sein "Universelles Gelübde" aus, welches die Rettung aller Wesen verheißt. 
Der japanische Shinbuddhismus gehört zum "Weg des Reinen Landes" und beruft sich insbesondere auf die Lehren in den Drei Sutras des Reinen Landes und deren Auslegung durch Hônen Shonin, Shinran Shonin und Rennyo Shonin. Der zentrale Aspekt ist die Anrufung des Buddha Amida mit dem Nenbutsu - "Namo-Amida-Butsu" oder "Namandabu".

Im Hôben-an halten wir sonntags Andacht im Ritus der Jôdo Shinshû Nishi-Hongwanji-ha und rezitieren insbesondere das "Jûnirai" - "Die Zwölf Verehrungen" des Buddha Amida.

Zeiten und Ablauf

Jeden vierten Sonntag: Buddhistische Shin-Andacht mit Jûnirai-Rezitation.
Beginn: ca. 17:00 Uhr (wer möchte kann vorher Meditation [Zazen] üben)

Ablauf:
- Verehrung und Zufluchtnahme in Pali
- Sambujô - Die Drei Einladungen
- Jûnirai - Die Zwölf Verehrungen
- Tan-Nenbutsu - Kurzes Nenbutsu
- Ekô - Zuwendung der Verdienste
- Belehrung.

Donnerstag, 28. Dezember 2017

Hôben-an - "Klause der Hilfreichen Mittel"

Hôben-an bedeutet übersetzt etwa „Klause der Hilfreichen Mittel“ oder „Einsiedelei der Geschickten Mittel“.
Der Begriff „Hôben“ (japanisch, der Sanskrit-Begriff ist „Upaya“) ist nicht nur der Titel des zweiten Kapitels des Lotos-Sutras, eines der bedeutendsten Sutras des Mahayana-Buddhismus, sondern er bedeutet auch das Wirken des Buddha in nicht ganz so offensichtlicher Form: Nicht (nur) durch Belehrungen und Anleitungen, sondern auch durch Gleichnisse, Beispiele und Metaphern, zuweilen unterschwellig oder gar verdeckt.
An“ wird in Japan eine Einsiedelei oder Klause, oder auch ein kleiner Tempel genannt, wobei der Name meist unverändert bestehen bleibt, auch wenn aus der kleinen Klause irgendwann ein großes Kloster wird.
Das „Dôjô“ ist ein Ort der Praxis, manchmal auch schlicht mit „Übungsort“ übersetzt.

Der Hôben-an versteht sich als Ort der gesamt-buddhistischen Praxis des Ekayana ["das Eine Fahrzeug"]. Die Teilnahme an den Veranstaltungen steht selbstverständlich allen offen, unabhängig vom religiösen oder weltanschaulichen Bekenntnis oder der Weltsicht der Interessierten.

Im Hôben-an wird die buddhistische Meditation, das Zazen, in der Tradition des Sôtô-Zen geübt und die regelmäßigen buddhistische Andachten nach dem Ritus der Jôdo Shinshû Nishi Hongwanji-ha abgehalten. 
Der Leiter des Hôben-an ist Mitglied des Fördervereins Butsugenji e. V. und der BGJ-D (Buddhistische Gemeinschaft Jôdo Shinshû Deutschland e. V.), sowie Einzelmitglied der DBU (Deutsche Buddhistische Union).
Spenden ("Dana"/"Ofuse"), welche bei den Veranstaltungen im Hôben-an hinterlassen werden, werden direkt an die beiden genannten Vereinen weitergeleitet.

Samstag, 14. Oktober 2017

Links

Fotos: Dôjô "Hôben-an"







Die Kaligrafie neben dem Tan (links) ist von Mûho, dem Abt des Antaiji:
"Öffne den Vorhang und du wirst die Berge jenseits des Fensters sehen!"

Zeugnisse vom WEG

Unter dieser Überschrift wird monatlich das Foto eines der vielen buddhistischen Tempel und Klöster präsentiert, welche ich während meiner Reisen besuchen durfte. Dem Foto wird jeweils ein dazu passender "Spruch des Monats" beigestellt. Foto und Spruch werden zu Beginn des neuen Monats ausgetauscht werden. Aktuell sind die Tempelfotos soweit fortgeschritten, dass ich besuchte Tempel und Klöster von meiner Weltreise 2016 posten kann; das sind dann aber so viele buddhistische Stätten gewesen, dass ich, selbst beim Weglassen von denjenigen, die ich nur beiläufig besucht habe, mehrere Jahre brauchen würde, bis sie monatlich alle abgehandelt wären.

Foto(s) und Spruch 04/2025:

Shûedô (Versammlungshalle)

Statue von Meister Hônen-bô Genku Shonin

Seishidô - Halle zu Ehren des Bodhisattva Daiseishi
(Hier hat Hônen Shonin seine letzten Predigten gehalten)


Higashiyama Chion-in
Kyoto/Japan (Weltreise 2016)
(Aus dem kleinen Tempelchen, in dem der Begründer der japanischen Schule des Reinen Landes [Jôdo Shû], Meister Hônen-bô Genku Shonin, meist einfach Hônen Shonin genannt [*1133 bis +1212], die letzten Predigten gehalten hat und wohin er sich während seiner letzten Lebensmonate oft zurückzog, ist heute das größte Kloster der Jôdo Shû Chinzei-ha, welche der wesentlich bedeutendere der beiden Jôdo Shû-Zweige ist, geworden. [Der andere ist die Jôdo Shû Seizan-ha.]
Wann genau der Chion-in gegründet wurde, lässt sich kaum mehr feststellen. Als Hônen Shonin im Jahr 1211 von seiner Verbannung auf die Insel Shikoku nach Kyoto zurückkam, zog er in eine Klause mit Namen Nanzen-in, welche auf dem Grundstück des heutigen Klosterareals stand. Nach Hônen's Tod baute sein Schüler Genshi ab der ersten Hälfte des 13. Jh. mehrere Klostergebäude, die ständig erweitert wurden, und gab an, dass Meister Hônen mit dem Bau des Klosters, des Chion-in, begonnen hätte.
Heute ist der Chion-in einer von mehreren Haupttempeln der Jôdo Shû Chinzei-ha und gleichzeitig die Verwaltungszentrale und eine Art Obertempel der Haupttempel, kann also durchaus als "der" Haupttempel angesehen werden und auch der Oberabt des Chion-in wird gemeinhin als Oberhaupt der Jôdo Shû Chinzei-ha angesehen.)

"Wer ins Reine Land geboren werden will, spricht einfach "Namu-Amida-Butsu" und glaubt ohne Zweifel an seine Hingeburt. Weiter ist nichts erforderlich."
Hônen Shonin
(Ichimai Kishômon/Einseiten-Testament)